BRUST

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BrustvergrösserungBrustverkleinerungBruststraffungProthesenwechselBrustkrebs, Schlupfwarzen, Brustmissbildungen, Gynäkomastie

Brustvergrösserung

Viele Frauen definieren ihre eigene Attraktivität über die Form und Grösse der Brust. Kein anderer Körperteil widerspiegelt die weibliche Sexualität stärker. Oft empfinden Frauen ihre Brust als nicht (mehr) ästhetisch oder begehrenswert. Ihr Selbstwertgefühl vermindert sich entsprechend.


Operationstechnik

Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose. Mit einem kleinen Schnitt in der Hautfalte unter der Brust (selten am Rand der Brustwarze oder in der Achselhöhle) kann das Implantat entweder unter den Brustmuskel, unter die Muskelhaut des Brustmuskels oder direkt unter die Brustdrüse eingesetzt werden. Die verwendeten Brustimplantate sind aus kohäsivem Silikongel. Dieses Gel setzt sich aus vernetzten Silikonen zusammen, was ein Auslaufen des Implantats verhindert.


Vor der Operation

Auf Medikamente, die blutgerinnungshemmend wirken wie Aspirin, sollten Sie mindestens 14 Tage vor der Operation verzichten. Ebenfalls zu vermeiden sind Schlafmittel, Alkohol und Zigaretten (Nikotin vermindert die Durchblutung der Haut resp. der Organe und verzögert dadurch die Wundheilung). Weitere Hinweise und Abklärungen werden während der Konsultation in der Praxis besprochen.


Nach der Operation

Während der Operation können sogenannte Wunddrainage-Röhrchen, die das Blut- und Wundsekret ableiten, eingelegt werden, die je nach Fördermenge nach 24–48 Stunden entfernt werden. In den ersten Tagen tragen Sie einen straff sitzenden, stützenden Brustverband. Ein Sport-BH muss während 6 Wochen Nacht und Tag getragen werden.


Komplikationen/Nebenwirkungen

Um das Implantat bildet sich eine zarte, bindegewebsartige Hülle (Kapsel). Sehr selten kann aus dieser Hülle eine harte und schmerzhafte Kapselfibrose entstehen. Je nach Dicke des Hautmantels kann die Prothese und im weiteren Verlauf mögliche Fältelung der Prothese durch eine Kapselfibrose sicht- und tastbar sein. Infektionen, Nachblutungen und Gefühlsstörungen im Bereich der Brustwarze sind mögliche Nebenwirkungen, die aber nur selten auftreten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Operations-Dauer: 1.5 Stunden

  • Narkose: Vollnarkose

  • Klinikaufenthalt: 1 Nacht

  • Nachbehandlung: 6 Wochen Sport-BH, Entfernung der Pflaster und Fäden nach 2 Wochen.

  • Sportverbot: 4-6 Wochen

  • Gesellschaftsfähigkeit: nach ca. 1 Woche

  • Arbeitsunfähigkeit: mind. 1 Woche, je nach Beruf jedoch auch länger

Brustverkleinerung

Eine zu grosse Brust ist oftmals Ursache verschiedener körperlicher Beschwerden. Daraus resultieren Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule und des Schulter-Gürtelbereichs, die dank einer operativen Brustverkleinerung verbessert werden können.


Operationstechnik

Die Operation erfolgt unter Vollnarkose. Bei einer Brustverkleinerung erfolgt eine Entnahme von Haut, Fett- und Drüsengewebe. Dabei wird nicht nur die Brust in die gewünschte Form gebracht, sondern auch die Warze entsprechend verkleinert und angepasst. Die Schnittführung wird aufgrund von Form und Grösse der Brust entschieden. Narben entstehen um den Brustwarzenhof herum sowie vertikal zur Brustfalte. Abhängig von der Verkleinerung wie auch von der Gewebebeschaffenheit kann es auch zu Narbenbildung im Bereich der Brustfalte kommen. Nach einer Brustverkleinerung kann das Gefühl im Bereich der Brustwarze sowie die Stillfähigkeit herabgesetzt oder vollständig verloren sein.


Vor der Operation

Auf Medikamente, die blutgerinnungshemmend wirken wie Aspirin, sollten Sie mindestens 14 Tage vor der Operation verzichten. Je nach Familiengeschichte und Alter ist vor einer Brustverkleinerung eine Mammographie zu empfehlen.
Ebenfalls zu vermeiden sind Schlafmittel, Alkohol und Zigaretten (Nikotin vermindert die Durchblutung der Haut resp. Organe und verzögert dadurch die Wundheilung). Weitere Hinweise und Abklärungen werden während der Konsultation in der Praxis besprochen.


Nach der Operation

Während der Operation können sogenannte Wunddrainage-Röhrchen, die das Blut- und Wundsekret ableiten, eingelegt werden, die je nach Fördermenge nach 24–48 Stunden entfernt werden. In den ersten Tagen tragen Sie einen straff sitzenden, stützenden Brustverband. Ein Sport-BH muss während 6 Wochen Nacht und Tag getragen werden.


Komplikationen/Nebenwirkungen

Unschöne Narbenbildungen. Selten kann es zu Wundheilungsstörungen resp. Wundinfektionen/Fettgewebenekrosen oder Blutungen kommen. Ebenfalls selten können Gefühlsstörungen im Bereich der Brustwarze resp. des Brustwarzenhofs auftreten sowie eine verminderte oder aufgehobene Stillfähigkeit.

Das Wichtigste in Kürze

  • Operations-Dauer: 2-3 Stunden

  • Narkose: Vollnarkose

  • Klinikaufenthalt: ca. 2 Nächte

  • Nachbehandlung: 6 Wochen Sport-BH

  • Sportverbot: mind. 6 Wochen

  • Gesellschaftsfähigkeit: nach ca. 1 Woche

  • Arbeitsunfähigkeit: mind. 1 Woche, oft länger, je nach Beruf

Bruststraffung (Mastopexie)

Durch die Schwangerschaft/Gewichtsreduktion sowie mit zunehmendem Alter verliert die Brust ihre Rundung und Straffheit; es entstehen Hängebrüste und das Tragen von Kleidungsstücken mit grossem Dekolleté wird zusehends problematisch.


Operationstechnik

Die Operation erfolgt unter Vollnarkose. Die Bruststraffung kann mit einer Brustvergrösserung (Implantaten) oder einer Brustverkleinerung einhergehen. Die Brust wird formkorrigiert resp. gestrafft, es resultieren wieder festere, jugendlichere Brüste mit einem schönen Dekolleté.


Vor der Operation

Auf Medikamente, die blutgerinnungshemmend wirken wie Aspirin, sollten Sie mindestens 14 Tage vor der Operation verzichten. Ebenfalls zu vermeiden sind Schlafmittel, Alkohol und Zigaretten (Nikotin vermindert die Durchblutung der Haut resp. Organe und verzögert dadurch die Wundheilung). Weitere Hinweise und Abklärungen werden während der Konsultation in der Praxis besprochen.


Nach der Operation

Während der Operation können sogenannte Wunddrainage-Röhrchen, die das Blut- und Wundsekret ableiten, eingelegt werden, die je nach Fördermenge nach 24–48 Stunden entfernt werden. In den ersten Tagen tragen Sie einen straff sitzenden, stützenden Brustverband. Ein Sport-BH muss während 6 Wochen Nacht und Tag getragen werden.


Komplikationen/Nebenwirkungen

Vergleiche Brustvergrösserung/Brustverkleinerung

Das Wichtigste in Kürze

  • Operations-Dauer: ca. 2-3 Stunden

  • Narkose: Vollnarkose

  • Klinikaufenthalt: ca. 1-2 Nächte

  • Nachbehandlung: 6 Wochen Sport-BH

  • Sportverbot: mind. 6 Wochen

  • Gesellschaftsfähigkeit: nach ca. 1 Woche

  • Arbeitsunfähigkeit: mind. 1 Woche, oft länger, je nach Beruf

Prothesenwechsel

Bei starker Kapselfibrose, die zu einer zum Teil schmerzhaften Verformung der Brust führt, oder bei Ruptur/Dislokation der Prothese, kann resp. muss, aus medizinischen oder ästhetischen Gründen, ein Prothesenwechsel vorgenommen werden.


Operationstechnik

Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose. Wenn immer möglich wird der Schnitt bei der alten Narbe angesetzt. Das alte Implantat wird zusammen mit der Kapsel entfernt. Entweder wird ein neues Implantat eingesetzt – mit oder ohne Straffung der Brust – oder die Prothese wird nicht mehr ersetzt und die Brust lediglich gestrafft.


Vor der Operation

Auf Medikamente, die blutgerinnungshemmend wirken wie Aspirin, sollten Sie mindestens 14 Tage vor der Operation verzichten. Ebenfalls zu vermeiden sind Schlafmittel, Alkohol und Zigaretten (Nikotin vermindert die Durchblutung der Haut resp. Organe und verzögert dadurch die Wundheilung). Weitere Hinweise und Abklärungen werden während der Konsultation in der Praxis besprochen.


Nach der Operation

Während der Operation werden sogenannte Wunddrainage-Röhrchen, die das Blut- und Wundsekret ableiten, eingelegt, die je nach Fördermenge nach 24-48 Stunden entfernt werden. In den ersten Tagen tragen Sie einen straff sitzenden, stützenden Brustverband. Ein Sport-BH muss während 6 Wochen Nacht und Tag getragen werden.


Komplikationen/Nebenwirkungen

Selten kann ein Bluterguss oder ein Wundinfekt auftreten, was eine erneute Operation nach sich ziehen kann. Je nach Dicke des Hautmantels kann die Prothese und eine im weiteren Verlauf mögliche Fältelung der Prothese durch eine Kapselfibrose sicht- und tastbar sein. Eine erneute Kapselfibrose ist wiederum möglich wie auch Gefühlsstörungen im Bereich der Brustwarze.

Das Wichtigste in Kürze

  • Operations-Dauer: 1.5-2 Stunden

  • Narkose: Vollnarkose

  • Klinikaufenthalt: ca. 1-2 Nächte

  • Nachbehandlung: 6 Wochen Sport-BH, Entfernung der Pflaster und Fäden nach 2 Wochen

  • Sportverbot: 4-6 Wochen

  • Gesellschaftsfähigkeit: nach ca. 1 Woche

  • Arbeitsunfähigkeit: mind. 1 Woche, oft länger, je nach Beruf

Brustkrebs

Entfernung des Brustdrüsenkörpers (subkutane Mastektomie)
Vollständige Brustentfernung (Ablatio mammae)
Primärer oder sekundärer Brustaufbau


Infolge von genetischer Prädisposition oder manifestiertem Brustkrebs werden folgende operative Eingriffe durchgeführt:

  • Bei genetischer Prädisposition/familiärer Belastung/positivem Gen wird nur der Brustdrüsenkörper entfernt. Hierbei bleiben Haut, Warze sowie der Warzenhof bei einer sogenannten subkutanen Mastektomie erhalten.
  • Bei Brustkrebs ist je nach Grösse des Tumors und Stadiums eine Teilresektion (nur bei grosser Brust und kleinem Tumor empfehlenswert), eine skin-sparing Mastectomie oder eine vollständige Amputation der Brust notwendig (Ablatio mammae). In der gleichen Sitzung wird mit dem Tumor auch der «Wächterlymphknoten» herausgeschnitten und noch während der Operation histologisch untersucht; bei Tumorbefall wird in derselben Operation die vollständige Lymphknotenausräumung durchgeführt.
  • Je nach Wunsch der Patientin kann während der Erstoperation (primär) oder zu einem späteren Zeitpunkt (sekundär) ein Brustaufbau durchgeführt werden:
    - einfache Expander resp. Implantatrekonstruktion
    - Eigengewebe plus Implantat
    - nur Eigengewebe (gestielter Lappen vom Rücken (M. latissimus dorsi), freier Gewebetransfer vom Bauch (TRAM-DIEP), vom Oberschenkel (M. gracilis) oder Gesäss (SGAP/IGAP)


Falls eine Chemotherapie nötig ist, kann ein sogenannter Chemosite oder Port-a-Cath eingelegt werden. In weiteren Schritten werden dann zu einem späteren Zeitpunkt Formkorrekturen sowie die Rekonstruktion des Brustwarzenhofes inkl. Brustwarze vorgenommen.


Operationstechnik (allgemein)

Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose. In welcher Weise anschliessend die Brustrekonstruktion erfolgt, entscheidet einerseits die Menge und Qualität der Haut und des Gewebes, anderseits die Grösse der gesunden Brust sowie die gesundheitliche Verfassung der Patientin generell.

Bei einer einfachen Implantatrekonstruktion ist zwingend zu beachten, dass dieses nur dann platziert werden kann, sofern keine v.a. vorgängige Strahlentherapie durchgeführt wurde, ansonsten sind andere Verfahren mit zusätzlichem Einbringen von Eigengewebe erforderlich. Für gut 4 Wochen sollte zwingend auf schweres Arbeiten mit den Armen verzichtet werden.

Weitere Hinweise und Abklärungen erfolgen während der Konsultation in der Praxis. Die Behandlung des Brustkrebses geschieht in Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen, wie dem chirurgisch tätigen Arzt und dem Onkologen/Radiologen resp. Radiotherapeuten; falls erforderlich, sind auch weitere Disziplinen, wie zum Beispiel Physiotherapie oder psychotherapeutische Begleitung, beteiligt.


Komplikationen/Nebenwirkungen

Abhängig vom Operationsverfahren, welche interdisziplinär während einer Konsultation in der Praxis besprochen werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Entfernung des Brustdrüsenkörpers

  • Vollständige Brustentfernung

  • Primärer oder sekundärer Brustaufbau

  • Narkose: jeweils Vollnarkose

Schlupfwarzen

Schlupfwarzen oder sogenannte Hohlwarzen können ein- oder beidseitig vorkommen. Die Brustwarzen sind eingezogen und treten auch bei Berührung/Stimulation nicht hervor.


Operationstechnik

Die Operation erfolgt unter lokaler Betäubung. Es wird dazu ein kleiner Schnitt im Bereich des Warzenhofes/Ansatzes der Brustwarze gemacht, dann werden die Fasern, welche bewirken, dass die Brustwarze gegen innen gerichtet resp. eingezogen ist, durchtrennt. Danach wird mittels spezieller Naht die Brustwarze nach aussen gekehrt.


Vor der Operation

Auf Medikamente, die blutgerinnungshemmend wirken wie Aspirin, sollten Sie mindestens 14 Tage vor der Operation verzichten. Ebenfalls zu vermeiden sind Schlafmittel, Alkohol und Zigaretten (Nikotin vermindert die Durchblutung der Haut resp. Organe und verzögert dadurch die Wundheilung). Weitere Hinweise und Abklärungen werden während der Konsultation in der Praxis besprochen.


Komplikationen/Nebenwirkungen

Die Operation geht mit dem Verlust der Stillfähigkeit einher. Oftmals ist auch die Sensibilität im Bereich des Brustwarzenhofes/Brustwarze eingeschränkt, zum Teil sich wieder erholend, zum Teil persistierend.

Das Wichtigste in Kürze

  • Operations-Dauer: 1 Stunde

  • Narkose: lokale Betäubung

  • Klinikaufenthalt: ambulant

  • Nachbehandlung: Fadenentfernung 2–3 Wochen

  • Sportverbot: 2 Wochen

  • Gesellschaftsfähigkeit: sofort

  • Arbeitsunfähigkeit: nein

Korrekturen von Brustmissbildungen

Brustmissbildungen können sich in einer angeborenen Unterentwicklung (tubuläre Brust/Poland-Syndrom) oder Asymmetrie der Brüste mit oder ohne Beteiligung der Brustwarze äussern.

Je nach Ursache und Ausbildung kommen verschiedene Operationstechniken zum Zuge, welche während einer Konsultation in der Praxis besprochen werden.

Gynäkomastie

Aufgrund von überschüssigem Fett- und Brustgewebe kann sich bei einem Mann eine Brust bilden.


Operationstechnik

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Bei einer Gynäkomastie erfolgt je nach Patient eine Absaugung von überschüssigem Fett- oder Brustgewebe aus dem gesamten Brustbereich und/oder eine offene Brustdrüsenexzision. Die Operation dauert je nach Grösse und Technik ca. 1–1,5 Stunden.


Vor der Operation

Auf Medikamente, die blutgerinnungshemmend wirken wie Aspirin, sollten Sie mindestens 14 Tage vor der Operation verzichten. Ebenfalls zu vermeiden sind
Schlafmittel, Alkohol und Zigaretten (Nikotin vermindert die Durchblutung der Haut resp. Organe und verzögert dadurch die Wundheilung). Weitere Hinweise und Abklärungen werden während der Konsultation in der Praxis besprochen.


Nach der Operation

Während der Operation können sogenannte Wunddrainage-Röhrchen, die das Blut- und Wundsekret ableiten, eingelegt werden, die je nach Fördermenge nach 24–48 Stunden entfernt werden. In den ersten Tagen tragen Sie einen straff sitzenden, stützenden Brustverband, welcher nach einigen Tagen von einer speziellen Bandage oder einem Miederhemd abgelöst wird. Das Tragen dieses Verbandes wird für weitere 4-6 Wochen empfohlen. Auf diese Weise werden die Heilungsprozesse und das Resultat der Operation positiv unterstützt.


Komplikationen/Nebenwirkungen

Mögliche Schwellungen und Blutergüsse durch die Operation sollten sich nach 2–3 Wochen wieder zurückbilden und verschwinden. Sehr selten kann eine unschöne, eingezogene Narbe oder eingezogene Brustwarze auftreten. In sehr seltenen Fällen Gefühlsstörungen im Bereich des Brustwarzenhofes/Brustwarze.

Das Wichtigste in Kürze

  • Operations-Dauer: 1- 2 Stunden

  • Narkose: Vollnarkose

  • Klinikaufenthalt: ambulant oder 1 Nacht

  • Nachbehandlung: 4 Wochen Bandage/Miederhemd

  • Sportverbot: 4-6 Wochen

  • Gesellschaftsfähigkeit: nach einigen Tagen

  • Arbeitsunfähigkeit: bis zu 1 Woche